Zum Inhalt springen
Maddin.com Maddin.com
  • Home
  • Maddin?!
    • All-Time-Favoriten
  • Videospiele
  • Filme
  • Serien
  • Splitter
    • Gedacht
    • Gespielt
    • Gesehen
    • Gehört
    • Gelesen
    • Gegessen
    • Gestochen
    • Gelebt
Maddin.com
Maddin.com
Maddin.com » Filme » The Bride! – Es lebe die Braut (2026): Gegen den Trend
© Warner Bros. Pictures

The Bride! – Es lebe die Braut (2026): Gegen den Trend

14. März 202614. März 2026

In den letzten Jahren gab es reichlich neuen Frankenstein-Stoff. Da stellt sich unweigerlich die Frage: Braucht es noch eine neue Interpretation von Mary Shelleys Monster? The Bride! ist vieles, aber definitiv kein Mainstream und vor allem auch ungeheuer sehenswert!

Infos

Titel:
The Bride! – Es lebe die Braut
Genre:
Horror / Drama
Jahr:
2026
Regisseur:
Maggie Gyllenhaal
Darsteller:
Jessie Buckley, Christian Bale, Jake Gyllenhaal, Peter Saarsgard, Penélope Cruz, Annette Bening

Worum geht’s?

„Frank“ Frankenstein (Christian Bale) wandelt bereits seit über 100 Jahren als wandelnder Toter über die Erde und kann die Einsamkeit nur noch schwer ertragen. Seine letzte Hoffnung ist Wissenschaftlerin Dr. Euphronious (Annette Bening), die zwar trotz Arbeiten zum Thema „Wiederbelebung“ ethische Bedenken hat, aber dann doch nachgibt. Gemeinsam buddeln sie zufällig die frisch verstorbene Ida (Jessie Buckley) aus einem Armengrab aus, die Opfer eines Verbrechens im Mafia-Milieu wurde. Nach der Wiederbelebung ist ihre Erinnerung weg, weshalb sie schnell überzeugt werden kann, Franks Braut zu sein. Nach einem exzessiven Nachtclub-Besuch wehrt sich das Pärchen in Notwehr gegen zwei Ganoven und sind im Anschluss auf der Flucht.

Klassiker für die Ewigkeit

Wie kann es auch anders sein: Frankenstein ist einfach nicht totzukriegen. Der Klassiker von Mary Shelley ist nicht nur ein Meilenstein der Horror- und Science-Fiction-Literatur, sondern seit knapp 100 Jahren auch nicht mehr aus der Filmgeschichte wegzudenken. Frankensteins Monster und sein zugetackerter Schädel haben schon lange den Weg in die Popkultur gefunden. Ikonische Darstellungen von Boris Karloff in Frankenstein (1931), Adaptionen wie Herman Munster aus The Munsters (1962) oder ganz aktuell die grandiose Interpretation von Guillermo del Toros Frankenstein (2025) zementieren den Kultcharakter des Monsters bis in alle Ewigkeit.

Nicht zu vergessen die Hereinnahme von Dr. Frankenstein und seinem John Clare in der wunderbaren Gothic-Horror-Serie Penny Dreadful. In den letzten Jahren gab es dann auch noch einige weitere Beiträge zum Frankenstein-Mythos: Die Mini-Serie The Frankenstein Chronicles (2015), I, Frankenstein (2014) oder das starbesetzte Victor Frankenstein (2015) mit Daniel Radcliffe und James McAvoy.

Alles Frankenstein, oder was?

Und vermutlich unnötig zu sagen, dass unser Blog-Monster (oder Monster-Blog?) Toastenstein ebenfalls maßgeblich Inspiration bei dieser Figur gefunden hat. Man könnte also meinen, so langsam müssten die Geschichte und alle möglichen Perspektiven doch auserzählt sein. Weit gefehlt. Denn hier kommt Maggie Gyllenhaal ins Spiel, die nicht gerade ehrfürchtig mit ihrem Frankenstein umgeht, ihn weite Teile des Films nur noch „Frank“ nennt und ihn zu einem liebevollen Monster macht.

Ins Zentrum ihres Interesses rückt nämlich dessen Braut. Ich muss gestehen, ich habe weder den Roman von Mary Shelley gelesen noch die alten Horror-Klassiker aus den 1930er Jahren gesehen. Der Vorteil daran ist, dass ich vollkommen unvoreingenommen an den Film herangehen konnte. Ich hatte keine Trailer gesehen, kannte nur ein Bild von Christian Bale als Frankenstein und hatte auch keinerlei Reviews gelesen.

Bezaubernder Cast

Der Einstieg selbst ist höchst arthousig inszeniert. Die tote Mary Shelley spricht als Geist über ihre vertane Chance, noch mehr zu erzählen, reinkarniert zeitweise in Ida und bringt diese damit nicht nur aus dem Konzept, sondern auch in Teufelsküche. Hier zeigt sich bereits das volle Potential von Jessie Buckley, deren Performance somit gleich zu Beginn als famos festgehalten werden kann. Ihre exzessive Darstellung beeindruckt über die komplette Laufzeit hinweg. Überhaupt ist der gesamte Cast über jeden Zweifel erhaben. Ob Christian Bale oder Annette Bening: alle machen einen fabelhaften Job.

Sobald Ida das Zeitliche segnet und für ihren Frank als Braut wiederbelebt wird, beginnt ein Spektakel ohnegleichen. Die Kostüme und die Kulissen sind wahnsinnig opulent und geben dem folgenden Fiebertraum stets den perfekten Rahmen. Und das ist nicht gerade einfach, denn Regisseurin Gyllenhaal wollte sich offenbar nicht mehr festlegen als nötig und wechselt in ihrem Drehbuch das Genre wie die Szenen.

Horror, Krimi, Schmonzette? Alles!

Das ist zugegebenermaßen an der einen oder anderen Stelle etwas holprig. Denn ihr Werk ist ein bisschen Horror, aber auch Road-Trip-Movie. Hommage an alte Tanzklassiker und Krimi. Science-Fiction und Komödie. Rache-Thriller und Gothic-Drama. Schmonzette und feministische Gesellschaftspolitik. Von allem halt etwas. Anders als das ähnlich gelagerte und ebenso großartige Poor Things (2023) von Giorgos Lanthimos bleibt Gyllenhaals Film dabei etwas vager. Die drängenden und zutiefst philosophischen Fragen über Identität und Sein werden hier nur angerissen, aber das tut zumindest der Unterhaltung keinen Abbruch.

Nichtsdestotrotz wird hier eine Sache sehr konsequent zum Ausdruck gebracht: Wut. In teils Natural Born Killers-Manier roadtrippen Ida und Frank durch Amerika, lehnen sich gegen ein korruptes System auf und allen voran Ida lässt sich nicht nur den Mund nicht mehr verbieten – passenderweise sollen die Mafiosi ihr die Zunge herausschneiden -, sondern inspiriert auch andere Frauen, für sich einzustehen.

Fuck the system

Das ist ein Stück weit Feminismus mit dem Holzhammer, ja, aber es macht ungemein Spaß, Jessie Buckley als Inbegriff des Punkrock-Monsters dabei zuzusehen, wie sie die Wahrheit über ihr Schicksal und sich herausfindet. Auch wenn ich der Message uneingeschränkt folge, kann ich verstehen, wenn man Schwierigkeiten hat, den roten Faden überhaupt zu finden. Mir ging es ähnlich. Die ersten Minuten hatten schon ein paar WTF-Momente.

Denn auch wenn hinter The Bride! ein Blockbuster-Budget steckt, das man ihm bei der phantastischen Ausstattung wirklich ansieht, so ist es kein Blockbuster-Film. Einem breiten Mainstream-Publikum kann man ihn nicht schmackhaft machen, befürchte ich, auch wenn er es verdient hätte. Daran ändert dann leider auch der Evergreen Frankenstein nichts.

MADDIN MEINT

Zwischen Arthouse, Horror und Road Trip vermittelt The Bride! manchmal den Eindruck, als könnte es sich nicht entscheiden, was es denn nun sein will. Aber ich glaube fest daran, dass dieser Genre-Mix in dieser Konstellation kein Zufall ist, sondern viel mehr Ausdruck zum einen des Stückwerks, aus dem Frankenstein selbst zusammengesetzt wurde, und zum anderen der Suche nach der eigenen Identität. Ich wurde jedenfalls köstlich unterhalten und kann den Film nur jedem ans Herz legen, der bei eher nischigen Filmen nicht gleich abschaltet.

8/10
Filme Christian BaleDramaFeminismusFrankensteinGenre-MixHorrorJake GyllenhaalJessie BuckleyKultMary ShelleyPopkulturScience FictionToastensetin

Beitragsnavigation

Vorheriger Post
It's a Maddin!

Maddin

Maddin ist Blogger aus OWL, schreibt über Spiele, Filme, Serien, Tattoos und den ganz normalen Alltagswahnsinn. Schwarz, vegan, linksgrünversifft – echt 100 % Maddin.

💀 Mehr über mich

Ähnliche Beiträge

Filme

Der blutige Pfad Gottes (1999): Selbstjustiz und Brüderliebe

20. Dezember 20258. März 2026

An welchem Punkt wird ein Film Kult, auch wenn er nach objektiven Maßstäben nicht unbedingt gut ist? Oder wird er erst gut, weil er Kult geworden ist? An Der blutige Pfad Gottes scheiden sich die Geister. Ein Selbstjustiz-Thriller mit religiösem Background. Klingt irgendwie fürchterlich, ist aber trotzdem grandios.

Weiterlesen
Filme

The Long Walk – Todesmarsch (2025): Ein Lauf direkt in den Abgrund

10. Oktober 20258. März 2026

46 Jahre musste dieser Stephen King nun auf seine erste Verfilmung warten, weil sich vorher nie wirklich jemand an diesen Stoff gewagt hat. Ein langer Weg, den auch die Protagonisten im Film zurücklegen müssen. Und wer gewinnt am Ende? Definitiv der Zuschauer.

Weiterlesen
Filme

Donnie Darko (2001): Zwischen Teenagerdrama und Weltuntergang

29. September 20258. März 2026

Ich stehe ja auf Thriller, Science-Fiction, Mystery – und allgemein auch auf Filme, die eindeutig in Richtung Mindfuck gehen und am Rande des Wahnsinns angesiedelt sind. Nun, Donnie Darko ist in dieser Hinsicht der perfekte Vertreter. Und das liegt nicht nur am Hasen Frank…

Weiterlesen

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Splitter

Gedacht Teures Vergnügen

Die besten Sitze im Kino, dazu Popcorn und Nachos samt Getränken. Parkhaus nicht zu vergessen. Bin ja eigentlich bei sowas nicht so kleinkariert, aber in Summe 80 Schleifen finde ich tatsächlich trotzdem happig... Vor allem, weil ich auch Salsa selbst mitbringen musste, weil die im Kino keinen veganen Dip haben.
14. März 2026

Gelebt Irrglaube

Vor 21 Jahren habe ich offenbar im Zuge eines Schreibversuchs mal gemeint: "Und als einer der wenigen Duisburger mag ich meine Stadt." Ich will lösen: Ja, ich mag meine Stadt, die seit fast 19 Jahren allerdings in Ostwestfalen liegt. Bielefeld. Bielefeld! Nach Duisburg zieht mich nichts zurück.
11. März 2026

Gesehen Smallville

Rewatch bei Netflix: Das Guilty Pleasure in meinen 20ern. Überraschenderweise funktioniert die Superhelden-Teeny-Serie für mich auch heute - wobei natürlich weniger die Monster-of-the-Week-Folgen und das Liebesdrama zwischen Clark (Tom Welling) und Lana (Kristin Kreuk) überzeugen, sondern allen voran die tragische Entwicklung vom Supervillain Lex Luthor (Michael Rosenbaum). Völlig unterschätzt!
9. März 2026

Gehört Danny Elfman – Big Mess

Ein schönes und unerwartetes Geburtstagsgeschenk: Tim Burton's Stammkomponist hat auch noch andere Songs in petto. Rotzig, rockig, experimentell, trotzdem cool. Geil!
7. März 2026

Gelesen Stephen King – Joyland

Wirklich ein nettes, für King-Verhältnisse relativ bodenständiges Buch, das aber trotzdem von seiner dichten Atmosphäre lebt. Ich habe es geliebt.
7. März 2026

Gespielt God of War (PS4)

Echt beachtlich, was vor sieben, acht Jahren bereits möglich war - und wie gut sich das heute noch anfühlt. God of War ist spielerisch, inszenatorisch und dramaturgisch auch heute noch ein Action-Fest!
7. Februar 2026

Gegessen Bester Salat ever: Nacho-Platte

Gefühlt zwar 5.000 Kalorien, aber wenn noch grüne Blättchen und Tomaten dabei sind, zählt das noch unter Salat, oder?
13. Oktober 2025

Gestochen Cloud auf der Haut

Neues Tattoo endlich da. Ich liebe es! Das Jucken der kommenden Wochen dafür weniger...
26. September 2025

Suche

Informationen

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Cookie-Richtlinie (EU)
  • Domains
  • RSS-Feed

Über mich

Maddin. Mittelalt. Ostwestfale im Herzen. Gefangen zwischen Games, Gedöns, Gemüse - und albernen Alliterationen.

Neueste Beiträge

  • The Bride! – Es lebe die Braut (2026): Gegen den Trend 14. März 2026
  • Teures Vergnügen 14. März 2026
  • Irrglaube 11. März 2026
  • Twin Peaks: Der Moment, in dem Fernsehen seltsam wurde 11. März 2026
  • Smallville 9. März 2026
  • Da ist es wieder passiert 8. März 2026
  • Counterpart 8. März 2026

Kategorien

  • Blog (9)
  • Videospiele (4)
  • Filme (5)
  • Serien (4)
  • Splitter (77)
    • Gedacht (17)
    • Gespielt (14)
    • Gesehen (26)
    • Gehört (3)
    • Gelesen (3)
    • Gegessen (5)
    • Gestochen (3)
    • Gelebt (6)
© Copyright 2026 Maddin.com
Einwilligung verwalten
Um dir ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn du diesen Technologien zustimmst, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn du deine Einwillligung nicht erteilst oder zurückziehst, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.
Funktional Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Präferenzen
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt. Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
  • Optionen verwalten
  • Dienste verwalten
  • Verwalten von {vendor_count}-Lieferanten
  • Lese mehr über diese Zwecke
Einstellungen ansehen
  • {title}
  • {title}
  • {title}